NEWSID: 867
Datum: 17.05.2024 - 16:42 Uhr | Nordrhein-Westfalen

Dramatische Szenen in der Nacht: Kiosk-Explosion reißt Bewohner aus dem Schlaf

Großaufgebot an Rettungskräften - drei Personen verlieren ihr Leben - mindestens 16 werden verletzt - Brandermittlung in vollem Gange - einige ausgebrannte PKW - hoher Sachschaden


Großaufgebot an Rettungskräften - drei Personen verlieren ihr Leben - mindestens 16 werden verletzt - Brandermittlung in vollem Gange - einige ausgebrannte PKW - hoher Sachschaden:

Datum: 17.05.2024 - 16:42 Uhr
Ort: Flingern, Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es zu einem verheerenden Brand in einem Kiosk im Stadtteil Flingern, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und mindestens 16 weitere verletzt wurden, davon zwei lebensgefährlich. Gegen 2.25 Uhr weckte eine Explosion die Anwohner der Lichtstraße unsanft aus dem Schlaf.

Hilfeschreie ertönten von mehreren Balkonen, wo die Bewohner bereits im tiefschwarzen Brandrauch standen. Die Feuerwehr Düsseldorf rückte sofort mit einem Großaufgebot an, um die eingeschlossenen Personen zu retten. Mit drei Drehleitern gelang es den Einsatzkräften, die Menschen aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien, während mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz in das brennende Gebäude vordrangen.

Die Ursache der Explosion und des anschließenden Feuers ist derzeit noch unklar und wird von den zuständigen Behörden untersucht. Die Feuerwehr und die Polizei sind weiterhin vor Ort, um die Brandursache zu ermitteln und die Sicherheit der betroffenen Gebäude zu gewährleisten.

Die Anwohner und die betroffenen Familien erhalten Unterstützung durch Kriseninterventionsteams. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo sie medizinisch versorgt werden. Der Zustand der beiden lebensgefährlich Verletzten wird weiterhin intensiv überwacht.

Pressemitteilung:
Polizei Düsseldorf

POL-D: Brandgeschehen in Flingern-Nord - Opfer identifiziert - Erste Ermittlungsergebnisse - Hinweise auf Brandbeschleuniger 
 
Düsseldorf (ots) 

Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Düsseldorf

Brandgeschehen in Flingern-Nord - Opfer identifiziert - Erste Ermittlungsergebnisse - Hinweise auf Brandbeschleuniger

Per Pressemeldung vom 16. Mai 2024 wurde bereits über die Aufnahme der Ermittlungen zu dem folgenschweren Brand in dem Haus an der Lichtstraße berichtet:https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/13248/5781180

Die Ermittlungen der Polizei hat eine Mordkommission übernommen.

Die drei Verstorbenen konnten identifiziert werden. Es handelte sich um einen 18-Jährigen, einen 48-Jährigen sowie um einen Mann im Alter von 55 Jahren. Nach dem ersten Befund sind der 18-Jährige und der 55-Jährige an den Folgen einer Rauchgasintoxikation gestorben. Sie waren Bewohner des Mehrfamilienhauses.

Bei dem 48 Jahre alten Mann handelte es sich um den Ehemann der Kioskpächterin, welcher den Laden zusammen mit seiner Ehefrau betrieben hat. Zum Zeitpunkt des von mehreren Zeugen beschriebenen lauten Knalls muss er sich an dem im Hausinneren gelegenen Zugang zum Kiosk befunden haben. Rechtsmedizinische Befunde legen nahe, dass er unmittelbar an den Folgen des Explosionsereignisses verstorben ist.

Der Brandort wurde durch mehrere Spezialisten untersucht und umfangreiches Spurenmaterial gesichert. Erste kriminaltechnische und chemische Untersuchungen, u.a. des Brandschutts aus dem Kiosk, haben deutliche Hinweise auf Brandbeschleuniger, in diesem Fall Ottokraftstoff, ergeben. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die brennbare Flüssigkeit in dem im Erdgeschoss gelegenen Ladenlokal ausgebracht worden ist, was die Entwicklung eines zündfähigen Benzin-Luft-Gemischs zur Folge hatte. Eine Umsetzung eines solch gefährlichen Gemischs geschieht in der Regel explosionsartig mit Freisetzung hoher Energie.

Die Ermittlungen zu der Tat und den Hintergründen dauern an, wobei zum jetzigen Stand weder Hinweise auf ein Delikt der politisch motivierten Kriminalität noch auf eine Einwirkung anderer Personen von außen vorliegen.

Die bei dem Ereignis verletzten Menschen werden in Krankenhäusern und teilweise in Spezialkliniken behandelt. Bei einer schwer verletzten Frau besteht nach wie vor akute Lebensgefahr.

Quelle:https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/13248/5782060

© tv7news.de / Alexander Franz
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