Ver.di ruft zu ganztägigen Streiks an deutschen Flughäfen auf: Flughafen Hamburg steht still
Sicherheitspersonal legt Arbeit nieder - Forderung nach Lohnerhöhung - Reisende müssen umbuchen - großer Aufwand für Reisende - "(...)es könnte sein, dass wir die Hochzeit verpassen, deswegen, ja versuchen wir jetzt umzubuchen." - "(...) wir brauchen mehr Kohle (...)"
Wir haben Vöxe von betroffenen Reisenden und Demonstranten von Ver.di!
Datum: 01.02.2024 - 00:13 Uhr
Ort: Flughafen Hamburg / Hamburg
Am Donnerstag, den 1. Februar 2024, wird die Gewerkschaft Ver.di die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich an mehreren deutschen Verkehrsflughäfen zu ganztägigen Streiks aufrufen. Betroffen sind Flughäfen wie Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt/Main, Hannover, Hamburg, Köln, Leipzig, Stuttgart.
In den bisherigen drei Tarifverhandlungsrunden zwischen Ver.di und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte konnte keine Einigung erzielt werden. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 2,80 Euro pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde bei einer zwölfmonatigen Laufzeit des Tarifvertrags.
Die Gewerkschaft möchte den Kaufkraftverlust der Beschäftigten durch die Inflation ausgleichen, insbesondere in den unteren Lohngruppen. Wolfgang Pieper, Verhandlungsführer von Ver.di, betont die Notwendigkeit, die Attraktivität der Arbeit der Luftsicherheitskräfte zu erhalten, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Die Arbeitgeber haben ein Angebot mit Entgelterhöhungen von 4 Prozent im Jahr 2024 und 3 Prozent im Jahr 2025 vorgeschlagen. Ver.di lehnt dieses Angebot ab, da es den Kaufkraftverlust nicht ausreichend berücksichtigt und die Forderungen nach höheren Funktionszulagen und Bezahlung von Mehrarbeitszuschlägen nicht erfüllt. Die Arbeitgeber verlangen ein Schlichtungsverfahren als Vorbedingung für weitere Verhandlungen, was von Ver.di abgelehnt wird.
Die Streiks sollen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um in den Tarifverhandlungen zu einer akzeptablen Einigung zu gelangen. Die Verhandlungen werden am 6. und 7. Februar 2024 in Berlin fortgesetzt.
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