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Datum: 28.12.2023 - 00:28 Uhr | NRW

Dauereinsatz: THW muss 15.000 Sandsäcke produzieren

Großschadenslage im Kreis Recklinghausen ausgerufen - Lage ist äußerst angespannt, da verschiedene Städte wie Gladbeck, Dorsten und Waltrop von Hochwasser betroffen sind. Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und dem THW sind vor Ort im Einsatz, um dringend benötigte Hilfe zu leisten. In einigen Gebieten kam es bereits zu Überschwemmungen.

Ulrich Mühlenberg (im Ton) vom THW mit Appell an die Bürger!

Großschadenslage im Kreis Recklinghausen ausgerufen - Lage ist äußerst angespannt, da verschiedene Städte wie Gladbeck, Dorsten und Waltrop von Hochwasser betroffen sind. Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und dem THW sind vor Ort im Einsatz, um dringend benötigte Hilfe zu leisten. In einigen Gebieten kam es bereits zu Überschwemmungen.: Ulrich Mühlenberg (im Ton) vom THW mit Appell an die Bürger!

Datum: 28.12.2023 - 00:28 Uhr
Ort: Recklinghausen / NRW

Am gestrigen Dienstag erfolgte die Alarmierung des THW durch den Kreis Recklinghausen. Gegen 13:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte beauftragt, eine beträchtliche Anzahl von Sandsäcken zu produzieren, um als Reserve für mögliche Einsatzorte im gesamten Kreisgebiet dienen zu können.

Die Lage ist äußerst angespannt, da verschiedene Städte wie Gladbeck, Dorsten und Waltrop von Hochwasser betroffen sind. Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und dem THW sind vor Ort im Einsatz, um dringend benötigte Hilfe zu leisten. In einigen Gebieten kam es bereits zu Überschwemmungen.

Ulrich Mühlenberg, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Ortsverband Recklinghausen des Technischen Hilfswerks (THW), gibt Einblicke in den aktuellen Einsatz angesichts der Hochwasserlage im Kreis Recklinghausen.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte stehen vor einer besonderen Herausforderung, da viele von ihnen ihre Weihnachtsfeiertage eigentlich im Kreise ihrer Familien verbringen wollten. Diese Hochwassersituation im Kreis Recklinghausen ist für das THW eine bisher einzigartige Herausforderung, auch wenn Erfahrungen aus anderen Einsätzen, wie beispielsweise an der Elbe in den Jahren 2002 und 2012, vorhanden sind.

Aktuell produziert das THW Sandsäcke auf Anfrage und hält eine Zielzahl von 15.000 Säcken vor. Bis 18:00 Uhr haben sie bereits 12.000 Sandsäcke produziert, von denen 6.000 bereits im Einsatz sind. Die Lage bleibt angespannt, da die Pegel an einigen Stellen weiter steigen, und eine genaue Abschätzung der Dauer des Einsatzes derzeit nicht möglich ist.

Ulrich Mühlenberg appelliert an das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger. Die produzierten Sandsäcke sind ausschließlich für akute Situationen und den Einsatz vor Ort vorgesehen. Er bittet darum, sich nicht direkt an Feuerwehren oder THW-Standorte zu wenden, um Sandsäcke zu erhalten, da diese für die aktuellen Einsatzgebiete dringend benötigt werden.

Die THW-Einsatzkräfte stehen bereit, um weiterhin entschlossen Unterstützung zu leisten, und die Produktion wird fortgesetzt, um auf eventuelle weitere Anforderungen vorbereitet zu sein.

Pressemitteilung:
Pressemitteilung des Kreises Recklinghausen:


Hochwasserlage im Kreis Recklinghausen
 
Wegen der zunehmenden Einsätze hat der Kreis die Großschadenslage ausgerufen. Vertreter der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der DLRG, der Kreisleitstelle und der Kreisverwaltung bewerten in regelmäßigen Abständen die Lage und koordinieren die notwendigen Maßnahmen. Dabei steht der Stab in engem Austausch mit der EGLV (Emschergenossenschaft / Lippeverband).
 
Die Waltroper Straße (Vinnumer Brücke) zwischen Datteln / Waltrop und Vinnum sowie die Borker Straße zwischen Waltrop und Bork sind wegen Überspülung gesperrt. Die Sperrungen werden auch am Mittwoch noch bestehen bleiben, so dass die Lippe in diesen Bereichen nicht auf direktem Weg überquert werden kann.
 
Entlang der größeren Gewässer sind die Feuerwehren seit dem Mittag zu regelmäßigen Kontrollen unterwegs, um die Situation vor Ort zu bewerten. Sollten Maßnahmen notwendig sein, werden diese eingeleitet.
 
Das Technische Hilfswerk (THW) füllt seit dem Nachmittag unter Hochdruck Sandsäcke an einer zentralen Stelle. Von dort werden sie bei Bedarf direkt an die Einsatzorte gebracht.
 
„Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die trotz der Weihnachtstage im Einsatz sind. Wir bitten die Bevölkerung, sich unbedingt an Sperrungen und Anweisungen der Behörden zu halten“, sagt Kreisbrandmeister Robert Gurk. „Es hat bereits einige Einsätze gegeben, weil Spaziergänger und Radfahrer durch das Wasser gehen oder fahren wollten und die Strömung unterschätzt haben. Das ist gefährlich für den einzelnen und bereitet den Einsatzkräften zusätzliche Arbeit.“
 
Auch die Emschergenossenschaft und der Lippeverbands kontrollieren die Deiche regelmäßig und weisen immer wieder darauf hin, dass die Deiche auf keinen Fall betreten werden und Gewässer gemieden werden sollen.
 

 Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de

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