Horrorunfall am Vatertag: Tragisches Unglück in Dorsten
Alkoholkonsum im Spiel: Blutproben beim 25-jährigen Unfallverursacher entnommen - Fünf Verletzte, davon einer tödlich und vier schwer - Große Herausforderung für die Rettungskräfte - Autofahrer fährt auf Vorausfahrenden auf - Wagen von Vorausfahrendem überschlägt sich und fliegt in Gegenverkehr - Weiterer Autofahrer kann nicht stoppen und fährt in Unfallfahrzeug hinein - Alle drei Fahrzeuge sichergestellt
Datum: 18.05.2023 - 22:30 Uhr
Ort: Dorsten / Kreis Recklinghausen / Nordrhein-Westfalen
Am späteren Abend des Vatertags ereignete sich auf dem Marler Damm in Dorsten ein schrecklicher Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen. Bei diesem verlor ein junger Mann sein Leben verlor und weitere vier Personen wurden schwer verletzt. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Nach Angaben der Polizei war ein 25-jähriger Fahrer aus Dorsten in nördlicher Richtung unterwegs, als er aus bisher unbekannten Gründen auf einen vorausfahrenden Wagen auffuhr. Der 24-jährige Fahrer des anderen Fahrzeugs kam daraufhin von der Straße ab, überschlug sich und prallte gegen ein entgegenkommendes Auto, das von einem 55-jährigen Fahrer aus Marl gelenkt wurde. Der Unfallverursacher geriet nach dem Aufprall von der Fahrbahn ab und landete im Graben vor einem Baum.
Der 24-jährige Fahrer erlitt bei dem Unfall tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Die übrigen Insassen, darunter eine 19-jährige Beifahrerin aus Dorsten und eine 48-jährige Beifahrerin aus Marl, wurden schwer verletzt. Der alkoholisierte 25-Jährige wurde ebenfalls schwer verletzt und musste im Krankenhaus bei der Versorgung seiner Verletzungen auch eine Blutprobe abgeben.
Die Feuerwehr Dorsten wurde unmittelbar nach dem Unfall alarmiert und traf mit mehreren Rettungsfahrzeugen an der Einsatzstelle ein. Dirk Heppner, Pressesprecher der Feuerwehr Dorsten, berichtete von der chaotischen Situation zu Beginn des Einsatzes. Mehrere Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt, wobei zwei Personen schwer verletzt außerhalb ihrer Fahrzeuge lagen und eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war. Es wurden umgehend weitere Einsatzkräfte angefordert, um den Verletzten zu helfen und die Unfallstelle abzusichern.
"Es gab eine Vielzahl an betroffenen Fahrzeugen und Personen", sagte Heppner. "Wir haben alle Personen gesammelt, nach Verletzungsmustern kategorisiert und dann entschieden, weitere Einsatzmittel zur Einsatzstelle zu führen." Die Rettungsdienstlage wurde als MANV2, Massenanfall von Verletzten bis zehn Personen eingestuft, da es sich um eine Vielzahl an Verletzten handelte.
Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig, da es anfangs nicht genügend Einsatzkräfte gab, um alle Betroffenen zu versorgen. Jedoch wurde schnell Verstärkung angefordert und die Rettungsdienstlage wurde effektiv von den Einsatzkräften bewältigt. Alle schwer verletzten Personen wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht.
Die Polizei sicherte Spuren auf der Straße und an den Fahrzeugen. Ein Polizeihubschrauber überflog die Einsatzstelle, um sicherzustellen, dass sich keine weiter weiteren Personen in der Nähe aufhielten und um erste Fotos zur Dokumentation anzufertigen. Die genauen Ursachen des Unfalls werden derzeit von der Verkehrsunfallkommission der Polizei untersucht.
Dirk Heppner betonte, dass neben der Rettung der Verletzten auch die Betreuung der beteiligten Personen eine wichtige Rolle spiele. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um die Fahrzeugführer und Beteiligten, die den schrecklichen Unfall miterlebt hatten und ebenfalls betreuungsbedürftig waren. Die Unfallstelle war für längere Zeit gesperrt, um die Unfallaufnahme und die Bergung des verstorbenen Fahrers durchführen zu können.
Die tragischen Ereignisse auf dem Marler Damm werfen weiterhin viele Fragen auf. Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich nun darauf, die genauen Umstände des Unfalls zu rekonstruieren und die Schuldfrage zu klären. Insbesondere der Konsum von Alkohol durch den 25-jährigen Fahrer wird dabei von den Ermittlern genau untersucht.
Die Feuerwehr steht bereit, um ihre eigenen Einsatzkräfte bei Bedarf zu unterstützen. Die psychische Belastung, die solch ein tragischer Unfall mit sich bringt, wird nicht unterschätzt. Deshalb werden die Kollegen untereinander unterstützt und haben die Möglichkeit, sich anonym bei Profis Hilfe zu suchen.
Pressemitteilung:
Pressemitteilung Polizei von 0:18 Uhr:
Bei einem Unfall am Donnerstagabend (22.15 Uhr) mit drei Fahrzeugen auf dem Marler Damm, verunglückten nach aktuellen Erkenntnissen fünf Personen. Die verletzten Personen wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nähere Angaben zu den Verunglückten und dem Schweregrad ihrer Verletzungen sind derzeit nicht gesichert möglich. Beteiligt waren insgesamt drei Autos. Während die Einsatzkräfte zwei Wagen auf der Straße fanden, lag ein weiteres Auto im Graben. Der genaue Unfallhergang ist derzeit noch unklar und Bestandteil der aktuell laufenden Ermittlungen. Zur weiteren Absuche der Unfallörtlichkeit wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Der genaue Unfallort liegt in Höhe der Brücke Frankenstraße. Während der Dauer der Unfallaufnahme wird der Marler Damm zwischen der Thüringer Straße und der Wulfener Straße/Dorstener Straße gesperrt. Die Dauer der Sperrung ist noch ungewiss.
Pressemitteilung der Polizei von 8:03 Uhr:
Nach einem schweren Unfall mit fünf Verunglückten am gestrigen Abend in Dorsten sind nun weitere Informationen bekannt:
Ein 25-jähriger Fahrer aus Dorsten war auf dem Marler Damm in Richtung Norden unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Wagen auffuhr, der von einem 24-jährigen Dorstener geführt wurde. Das Fahrzeug des 24-Jährigen überschlug sich daraufhin, geriet in den Gegenverkehr und prallte gegen ein entgegenkommendes Auto, das ein 55-jähriger Fahrer aus Marl fuhr. Der 25-jährge Fahrer geriet nach dem Aufprall von der Fahrbahn ab und landete mit seinem Auto vor einem Baum, im Graben neben der Fahrbahn. Während der Unfallaufnahme ergaben sich bei dem 25-Jährigen erste Hinweise auf den Konsum von Alkohol. Daher wurden ihm im Krankenhaus Blutproben entnommen. Der 24-Jährige erlitt bei dem Unfall tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Die übrigen vier Beteiligten, darunter auch die 19-jährige Beifahrerin (Dorsten) des 25-Jährigen sowie die 48-jährige Beifahrerin des 55-Jährigen (Marl), wurden schwer verletzt. Bei dem 25-Jährigen konnte zum Unfallzeitpunkt eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Weitere Unfallbeteiligte konnten die Einsatz- und Rettungskräfte nicht ausfindig machen. Im Weiteren stellten die Beamten den Führerschein des 25-Jährigen sicher sowie alle drei Autos. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf schätzungsweise 25.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.
