Brand im Mehrfamilienhaus: Flammen schlagen aus Gebäude (on Tape)
Mehrere Verletzte nach Brand in Mehrfamilienhaus - Zwei Feuerwehrler verletzten sich bei Löscharbeiten – Gebäude vollständig zerstört – 17 Personen können sich selbst retten - 15 Personen kommen bei Freunden und Verwandten unter - Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz - Löscharbeiten ziehen sich über Stunden hin - Flammen breiten sich vom Erdgeschoss in Dachbereich aus - Brandursache noch unklar
Datum: 13.02.2023 - 19:10 Uhr
Ort: Grevenbroich / Rhein-Kreis Neuss / Nordrhein-Westfalen
Dichter Rauch und Flammen dringen am Montagabend aus einem Mehrfamilienhaus, als die Feuerwehr nach der Alarmierung dort eintrifft. Glücklicherweise konnten sich die 17 Bewohner selbst in Sicherheit bringen. Doch zwei von ihnen haben Verletzungen davon getragen.
Sofort beginnen die Einheiten der Feuerwehr mit einem Löschangriff im Inneren und von Außen, während sie die Bewohner an die eintreffenden Kräfte des Rettungsdienstes übergeben. Doch die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. In die oberen Etagen ist ein Vorankommen nicht mehr möglich, denn die Treppe wurde fast vollständig von den Flammen vernichtet. Deswegen kommt eine Drehleiter zum Einsatz und eine zweite steht in Bereitstellung. Die Drohne der Feuerwehr Jüchen schwebt zudem in der Luft, um Bilder von oben anzufertigen, damit eine bessere Koordination des Einsatzes möglich ist.
Durch mehrere Trupps lässt sich zudem eine effektive Riegelstellung aufbauen und ein Übergriff der Flammen auf die Nebengebäude verhindern. Bis in die Morgenstunden sind die Kräfte mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Techniker und Fachberater des THW und Mitarbeiter des Energieversorgers sowie das Ordnungsamt rückten an, um die Feuerwehr zu unterstützen. Wie es zu dem Brand kommen konnte - noch unklar. Hierzu hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.
Pressemitteilung:
Feuerwehr Grevenbroich:
Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Grevenbroich-Elsen löste am Montagabend (13.02.) einen Großeinsatz für rund 140 Rettungskräfte aus. Bei dem Brand wurden insgesamt drei Personen verletzt, darunter ein Feuerwehrmann. 15 weitere Personen konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Sie konnten noch am Abend alle bei Freunden und Verwandten unterkommen. Das Gebäude, ein Fachwerkhaus, wurde komplett zerstört.
Gegen 19:10 Uhr wurde die Feuerwehr Grevenbroich am Montagabend zur Straße In der Herrschaft nach Grevenbroich-Elsen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatten sich die Flammen bereits vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss des Hauses ausgebreitet. Außerdem wurde eine massive Rauchentwicklung festgestellt. Die Feuerwehr bereitete von außen und innen einen massiven Löschangriff vor. Zeitgleich wurden die Betroffenen Personen vom Rettungsdienst gesichtet.
Aufgrund der hohen Zahl betroffener Personen wurde für den Rettungsdienst das Stichwort „Massenanfall an Verletzten 10“ ausgelöst. Rettungswagen transportierten zwei Bewohner mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser. Ein Feuerwehrmann zog sich während der Löscharbeiten leichte Verletzungen an der Hand zu. Er musste in einem Krankenhaus behandelt werden. In einem Rettungsbus der Berufsfeuerwehr Köln wurden die 15 weiteren betroffenen Personen betreut, bis sie noch am Abend bei Freunden und Verwandten unterkamen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Die oberen Etagen konnten die Einsatzkräfte nur über eine Drehleiter erreichen, da die Treppe im inneren des Gebäudes nahezu vollständig durch das Feuer zerstört wurde. Zeitweise stand die Feuerwehr Jüchen mit einer zweiten Drehleiter in Bereitstellung. Zudem wurden mit der Drohne der Feuerwehr Jüchen Luftbildaufnahmen angefertigt, mit denen die Einsatzstelle noch zielgerichteter koordiniert werden konnte. Zudem wurden Glutnester im Dach lokalisiert. Zur Abschirmung der benachbarten Gebäude errichteten mehrere Trupps eine Riegelstellung und verhinderten so ein Übergreifen der Flammen durch die massive Wärmestrahlung des Feuers. Zur Stunde sind die Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, welche voraussichtlich noch bis in die Morgenstunden andauern werden.
Im Verlauf des Einsatzes schaltete der Stromversorger an mehreren Häusern in der näheren Umgebung zum Brandobjekt den Strom ab. „Wegen der enormen Zerstörung des Elektroanschlusses, muss die Stromversorgung des Gebäudes von außen getrennt werden, sagt Feuerwehrsprecher Thomas Kuhn. Das Energieversorgungsunternehmen bereitet aktuell Tiefbauarbeiten vor. Noch in der Nacht soll die Stromversorgung für die übrigen Häuser wieder hergestellt werden.
Die Feuerwehr war mit rund 80 Einsatzkräften der Einheiten Stadtmitte, Gustorf, Kapellen, Hemmerden und der hauptamtlichen Wache im Einsatz. Zudem unterstützten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Jüchen und Köln. Seitens des Rettungsdienstes waren 25 Einsatzkräfte aus dem gesamten Rhein-Kreis Neuss und dem Rhein-Erft Kreis im Einsatz. Des Weiteren rückten Techniker und Fachberater des THW und des Energieversorgers an. Das Ordnungsamt der Stadt Grevenbroich war ebenfalls vor Ort. Für Absperrmaßnahmen und zur Brandursachenermittlung rückten rund 25 Einsatzkräfte der Polizei an. Zur Schadenshöhe und zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Einheiten Wevelinghoven und Hülchrath der Feuerwehr Grevenbroich stellten den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher. Der Einsatz dauert an. Es wird nachberichtet.
