Horrortat in Asylbewerberunterkunft:
59-Jähriger mit zahlreichen Stichwunden getötet - Aufgrund Verständigungsschwierigkeiten schreien Asylbewerber "Feuer, Feuer" beim Notruf - Feuerwehr rückt mit zahlreichen Kräften an und findet statt Brand eine Leiche in der Gemeinschaftsküche vor - Polizei nimmt bei Fahndungsmaßnahmen einen Tatverdächtigen an naher Autobahnbrücke fest - Hintergründe der Tat noch absolut unklar - Zweiter Mord innerhalb von drei Tagen in beschaulichem Landkreis
Datum: 12.01.2023 - 00:00 Uhr
Ort: Lotte-Wersen / Kreis Steinfurt / Nordrhein-Westfalen
Der Mord an einer Lehrerin in Ibbenbüren brachte dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen in den letzten Tagen eine traurige Berühmtheit ein. Mit mehreren Stichen tötete ein 17-jähriger Schüler am Dienstagnachmittag im Berufskolleg - die Frau hat keine Chance. Nur zwei Tage später und rund 25 Kilometer weiter die nächste Horrortat in einer Asylbewerberunterkunft: wieder ein Toter durch Messerstiche.
Ein Notruf geht am Donnerstagabend aus der Asylbewerberunterkunft in Lotte-Wersen ein: "Feuer, Feuer", rufen die Bewohner. Sofort rollt ein Großaufgebot der Feuerwehr zu dem Objekt - von außen kein Brand zu sehen. Bei der Erkundung machen die Feuerwehrler dann die schreckliche Entdeckung: keine Flammen in der Gemeinschaftsküche, aber einen Mann, mit mehreren Messerstichen getötet. Ein Bild, dass die Retter wohl so schnell nicht wieder vergessen, denn gerechnet hatten sie mit etwas komplett anderem.
Die Polizei durchsucht nach der Ankunft das Gebäude und fahndet in der näheren Umgebung. Es gelingt auch an einer nahen Autobahnbrücke einen Tatverdächtigen für den Mord an dem 59-Jährigem vorläufig festzunehmen. Doch Details zu den Hintergründen der grausamen Handlung gibt es noch nicht. Hier laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren.
Pressemitteilung:
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster
Ein 40-jähriger Tatverdächtiger steht im Verdacht, am Donnerstagabend (12.1., gegen 19:35 Uhr) seinen 59-jährigen Mitbewohner in einer Flüchtlingseinrichtung in Lotte an der Moorbreede getötet zu haben.
Bisherigen Ermittlungen zufolge soll es zwischen den beiden Ukrainern vor der Messerattacke zunächst zu einem verbalen Streit und dann zu einem körperlichen Gerangel in dem Küchenbereich des gemeinsamen Containers gekommen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 40-Jährige den 59-Jährigen mit einem Messer attackiert haben.
Anschließend ist der Tatverdächtige geflüchtet. Polizisten konnten ihn kurze Zeit später festnehmen.
Eine Mordkommission bei der Polizei Münster hat die Ermittlungen übernommen.
Medienauskünfte erteilt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt unter der Rufnummer 0251 494-2387.
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