NEWSID: 314
Datum: 28.12.2022 - 01:10 Uhr | Kosovo

Konflikt zwischen Kosovo und Serbien droht zu eskalieren

Serbien spricht von „höchster Kampfbereitschaft“ - weitere Barrikaden nähe des Grenzübergangs "Merdare" eingerichtet - Reisende kommen nicht weiter - Auswärtiges Amt rät seit letzter Woche von Reisen in den Nordkosovo ab - Lage ist sichtlich angespannt

Wir haben Material aus dem Kosovo!

Serbien spricht von „höchster Kampfbereitschaft“ - weitere Barrikaden nähe des Grenzübergangs

Datum: 28.12.2022 - 01:10 Uhr
Ort: Merdare / Kosovo

Im Norden des Kosovos nehmen die Spannungen zwischen Serben und albanischen Kosovaren seit letzter Woche täglich weiter zu. Auch heute wurden von den Serben Barrikaden kurz vor dem Grenzübergang "Meradre" eingerichtet. LKW und Trecker blockieren die Straßen. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić habe „höchste Kampfbereitschaft“ der Armee angeordnet, erklärte Verteidigungsminister Miloš Vučević am Montagabend. Zuvor hatte der serbische Armeechef Milan Mojsilović bereits erklärt, er sei angesichts der „komplizierten Lage“ von Vučić an die Grenze zum Kosovo entsandt worden. Die dortige Präsenz der serbischen Streitkräfte soll laut einer Anordnung des Präsidenten von bisher 1500 auf 5000 Soldaten erhöht werden.

Wegen der angespannten Lage riet das Auswärtige Amt in Berlin in der vergangenen Woche von "nicht unbedingt notwendigen Reisen in den Norden Kosovos" ab. Es könne in mehreren Gebieten zu "Einschränkungen der Bewegungsfreiheit durch Straßenblockaden" kommen, hieß es. Zudem gebe es eine "erhöhte Gefahr gewaltsamer Vorfälle".  Menschen die auf der Transit-Strecke unterwegs sind in Richtung Kosovo stehen nun vor Barrikaden und kommen nicht weiter und müssen sich einen anderen Weg suchen.

Zum jüngsten Vorfall kam es am Sonntag, wie die Nato-geführte Kosovo-Friedenstruppe (KFOR) mitteilte. Dabei seien Schüsse in Richtung von Soldaten abgefeuert worden, schrieb das kosovarische Verteidigungsministerium auf Twitter.

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