NEWSID: 297
Datum: 19.12.2022 - 00:00 Uhr | Niedersachsen

Erst Schulausfall wegen Witterung angeordnet und dann fährt der Winterdienst vorsorglich raus:

Keine Schule in der Region Osnabrück - Eisregen und Glatteis für Montag angekündigt - Zettel an Schultüre weist bereits in der Nacht darauf hin - "Also lieber zu früh als zu spät, weil auch aufgrund der Tatsache ich habe selber ein schulpflichtiges Kind und meine Frau und ich, wir sind beide berufstätig" - Winterdienst der Autobahnmeisterei startet vorsorglich bereits vor Mitternacht - Winterdienst-Zentrale ordnet Vorsorgestreuung an - "Komplett die ganze Strecke, damit keine Glätteunfälle heute Nachtentstehen können oder sonst was" - Während Vorsorgestreuung schon die ersten glatten Stellen und einsetzender Regen - "Kann ich auch nur appellieren an dem Verkehrsteilnehmer: bitte Winterreifen aufziehen" - Wenn der Salzbehälter leer ist, dann heißt es Nachtanken und wieder raus auf die Straße


Keine Schule in der Region Osnabrück - Eisregen und Glatteis für Montag angekündigt - Zettel an Schultüre weist bereits in der Nacht darauf hin -

Datum: 19.12.2022 - 00:00 Uhr
Ort: Osnabrück / Landkreis Osnabrück / Niedersachsen

Die Wetterdienste haben für die Nacht zu Montag und am Montagvormittag Eisregen und extremes Glatteis in der Region Osnabrück angekündigt. Grund genug für die Verantwortlichen die Schule ausfallen zu lassen. Bereits in den späten Abendstunden des Sonntags weist ein Zettel an der Türe der Rosenplatzschule in Osnabrück auf den Ausfall hin.

Sören Stich, der noch vor Mitternacht mit seinem Winterdienstfahrzeug unterwegs ist, um vorbeugend die Straßen abzustreuen findet das gut: "Also lieber zu früh als zu spät, weil auch aufgrund der Tatsache ich habe selber ein schulpflichtiges Kind und meine Frau und ich, wir sind beide berufstätig. Und meine Frau und ich, wir sind beide berufstätig und dann fällt es natürlich sehr schwer, morgens um, sage ich jetzt mal 6:30 Uhr, einen Babysitter zu organisieren". Zudem weiß er auch noch, wie unangenehm es für ihn als Kind war, bei solchen Witterungsverhältnissen mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle zu fahren und findet Vorsicht deutlich besser.

Bereits um 23:15 Uhr stand er mit seinen Kollegen vom Winterdienst der Autobahnmeisterei Osnabrück auf dem Hof und hat letzte Absprachen getroffen. Danach ging es für die drei Männer zackig in ihr Fahrzeug und auf die Autobahn - denn die Winterdienst-Zentrale in Hamm hat Vorsorgestreuungen angesetzt. "Komplett die ganze Strecke, damit keine Glätteunfälle heute Nachtentstehen können oder sonst was", erklärt der 31-Jährige, der jetzt seine Runden auf der Autobahn dreht.

Während Vorsorgestreuung entdeckt er schon die ersten glatten Stellen und prompt setzt auch schon der erste Regen ein. Auf dem Standstreifen sieht Stiche dann plötzlich ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht und ein stehendes Auto mit Warnblinklicht: "Ah da haben wir schon wieder Blaulicht. Also ich schätze mal, es könnte vielleicht schon der erste Glätteunfall sein. Aber ich bin mir jetzt auch nicht sicher, müssen wir vielleicht mal gucken, wenn wir vorbeifahren".

Deswegen hofft und setzt Sören auf die Vernunft der Auto- und Lastwagenfahrer: "Kann ich auch nur appellieren an dem Verkehrsteilnehmer: bitte Winterreifen aufziehen". Er selbst findet die Faustregel von O bis O, also von Oktober bis Oster für die Winterreifen durchaus sinnvoll. Denn auch wenn in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kein Winterwetter wie in Bayern herrscht, kann es durchaus mal Extreme geben, wie die aktuelle Wetterwarnung zeigt. Deswegen geht es für den 31-Jährigen wenn der Salzbehälter leer ist, auch nicht nach Hause. Dann heißt es Nachtanken und wieder raus auf die Straße.

© tv7news.de / Festim Beqiri
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