Innerhalb von 20 Tagen: Zweiter Angriff mit unbekannter Substanz an Schulen in Ibbenbüren
Diesmal keine so große Betroffenenzahl - Elf Schüler verletzt, müssen aber nicht ins Krankenhaus - Schüler sprechen davon, dass Klausur anstand - Gebäude teilweise geräumt - Unterricht kann nach einiger Zeit weitergehen - Betroffenes Stockwerk weiter gesperrt - Polizei ermittelt nun zur Ursache
Datum: 28.09.2022 - 10:42 Uhr
Ort: Ibbenbüren / Kreis Steinfurt / Nordrhein-Westfalen
Es ist der zweite Angriff mit einer unbekannten Substanz in einer Ibbenbürener Schule innerhalb von 20 Tagen. Diesmal ist ein Berufskolleg betroffen und glücklicherweise sind nur elf Schüler verletzt, die nach einer Behandlung vor Ort verbleiben können.
Jannik ist in seiner Klasse im Berufskolleg Tecklenburger Land in Ibbenbüren, als irgendjemand im dritten Stock eine unbekannte Substanz versprüht - er selbst geht von Pfefferspray aus. Irgendjemand alarmiert die Rettungskräfte. "Die Polizei kam als Erstes, noch nicht einmal zwei Minuten später kam schon die Feuerwehr", erzählt Jannik. Dann kommt die Durchsage, dass die Verletzten runter kommen sollen, die aus dem dritten Stock entweder in die Aula oder vor das Gebäude. Auch Jannik hat sich für frische Luft und Regen entschieden, als im Gebäude zu bleiben.
Für die Rettungskräfte ein Großeinsatz alarmiert nach MANV10. Eine Nummer größer hatten sie so einen Fall vor 20 Tagen, ebenfalls an einer Ibbenbürener Schule. Hier hatte auch jemand eine unbekannte Substanz versprüht, aber es gab mehr verletzte. Jannik selbst hat so etwas noch nicht erlebt: "Nein, hier hat mal der Keller gebrannt, das war aber noch nicht ansatzweise so viel wie jetzt".
Der Bereich im dritten Stock wird von der Feuerwehr gesperrt, im restlichen Gebäude kann der Unterricht weitergehen. Von den insgesamt elf Verletzten muss glücklicherweise niemand ins Krankenhaus. Die minderjährigen Betroffenen holen die Eltern ab, die Volljährigen können nach Hause gehen. Doch was steckt diesmal dahinter? Die Schüler vermuten, dass jemand eine Klausur sabotieren wollte. "Ein Lehrer kam bei uns rein und hat gesagt, dass die Klasse ihre Klassenarbeit schreiben müsste im zweiten Stock, aber das geht jetzt ja nicht", so Jannik. Was wirklich passiert ist, das muss nun die Polizei ermitteln.
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