Ersthelfer durch Zufall sofort zur Stelle: Autofahrer unter eigenem Wagen eingeklemmt
Sechs Freunde leisten zusammen Erste Hilfe - "Der lag unter dem Auto und war am Kopf verletzt" - "Haben das Auto dann festgehalten" "Wir sind froh, dass jetzt der nicht von uns gegangen ist" - "Wir stehen alle ziemlich unter Schock" - "Weil er den Gang raus hatte und die Bremse auch nicht angezogen hatte" - "Nein, das wünsche ich auch nicht, dass das jemand erlebt"
Datum: 19.09.2022 - 19:00 Uhr
Ort: Rheine / Kreis Steinfurt / Nordrhein-Westfalen
Es ist ein Abend, den Luca Röting und seine Freunde wohl nie mehr in ihrem Leben vergessen. Vermutlich haben sie einem 67-jährigen Mann das Leben gerettet, weil sie nicht gezögert, sondern sofort couragiert geholfen haben.
Luca ist mit seinen Freunden im Auto unterwegs und durch Zufall kommen sie am Parkplatz des Skiclubs in Rheine vorbei. Dort trauen sie ihren Augen nicht: Ein Mann liegt eingeklemmt unter einem Auto. Die Sechs verschwenden keine Zeit und rennen sofort hin. "Der lag unter dem Auto und war am Kopf verletzt. Wir haben ganz schnell gehandelt und haben das Auto dann festgehalten", erzählt Luca.
Die Freunde tun was sie können, sprechen mit dem Mann und sichern den Wagen. "Ich denke mal, dass das auto ihn dann überrollt hat, weil er den Gang raus hatte und die Bremse auch nicht angezogen hatte, weil die musste ich selber noch anziehen", berichtet der couragierte Ersthelfer. So überbrücken sie die Zeit, bis die Rettungskräfte eintreffen.
Als die ersten Kräfte der Feuerwehr ankommen, übernehmen diese die weitere Versorgung des Verunglückten, bis der Rettungsdienst eintrifft und kümmern sich um die Sicherheit des Patienten. "Das Auto wurde gesichert und abgestützt", erklärt Sebastian Rummler, in seiner Funktion als Einsatzleiter der Feuerwehr. "Mit Rücksprache des Notarztes haben wir dann den Pkw angehoben und die Person befreit", so Rummler weiter.
Luca und seine Freunde hingegen haben noch an der Situation zu knabbern, sind aber auch froh: "Ja, wie gesagt, wir stehen alle ziemlich unter Schock. Das jetzt hier auch noch der Hubschrauber kommen musste. Wir sind froh, dass jetzt der nicht von uns gegangen ist". Erlebt hat Ersthelfer so etwas noch nicht und er ist sich auch sicher: "Nein, das wünsche ich auch nicht, dass das jemand erlebt".
Den 67-jährigen Verunglückten fliegt währenddessen ein Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik. Die Polizei muss nun ermitteln, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte.
Pressemitteilung:
Entgegen erster Annahmen ist der 67-jährige Rheinenser nicht schwer verletzt. Er konnte das Krankenhaus am heutigen Dienstag (20.09.22) bereits wieder verlassen.
Erstmeldung vom 20.09.22, 10.35 Uhr
Ein 67-jähriger Autofahrer ist am Montagabend (19.09.22) gegen 19.00 Uhr bei einem Unfall in Rheine-Schleupe schwer verletzt worden. Der Rheinenser befand sich auf dem Parkplatz des Skiclubs Rheine an der Devesfeldstraße in seinem Auto. Aus bisher ungeklärten Gründen verließ der 67-Jährige den grauen VW Tiguan. Ersten Ermittlungen zufolge lief zu diesem Zeitpunkt der Motor des Autos und die Handbremse war nicht angezogen. Der VW kam dann auf dem abschüssigen Gelände ins Rollen. Dabei geriet der Rheinenser unter den Wagen und wurde überrollt. Wie es genau dazu kam, ist Gegenstand der Ermittlungen. Mehrere Ersthelfer fanden den 67-Jährigen unter dem Fahrzeug liegend. Sie verständigten den Rettungsdienst. Der Mann musste durch die Feuerwehr geborgen werden. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen. Ein Unfallaufnahmeteam der Polizei Münster erschien am Einsatzort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Diese dauern an.
Bilder sind honorarpflichtig zzgl. 7% MwSt. Alle Rechte nach Paragraf 2 UrhG vorbehalten.
