NEWSID: 1387
Datum: 07.01.2026 - 17:08 Uhr | Nordrhein-Westfalen

Autobahnmeisterei Recklinghausen rüstet sich für Schneefall

Salz, Schneepflüge, Fahrerwechsel – Winterdienst in Bereitschaft - Autobahnmeisterei Recklinghausen ist für mehrere Autobahnabschnitte zuständig - Winterdienst auf Autobahnen im Einsatz - Salz und Sphle halten Straßen frei


Salz, Schneepflüge, Fahrerwechsel – Winterdienst in Bereitschaft - Autobahnmeisterei Recklinghausen ist für mehrere Autobahnabschnitte zuständig - Winterdienst auf Autobahnen im Einsatz - Salz und Sphle halten Straßen frei:

Datum: 07.01.2026 - 17:08 Uhr
Ort: Autobahnmeisterei Recklinghausen / Kreis Recklinghausen / Nordrhein-Westfalen

Am Mittwochnachmittag herrschte reger Betrieb auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Recklinghausen. Grund dafür war ein einsetzender Schneefall, der ab dem späten Mittag auch das betreute Autobahnnetz erreichte. Während es am Morgen noch weitgehend trocken war, rückten die Streufahrzeuge mit Beginn der winterlichen Witterung aus.

Jan Bahl, stellvertretender Leiter der Autobahnmeisterei Recklinghausen, erklärte sinngemäß, dass der Schneefall im Zuständigkeitsbereich zunächst eher leicht eingesetzt habe, die Fahrzeuge aber dennoch frühzeitig auf die Strecke geschickt wurden. Die Autobahnmeisterei betreut unter anderem die A52, A43, A2 sowie die A45 – insgesamt rund 70 Kilometer pro Umlauf, die bei Hin- und Rückfahrt etwa 140 Kilometer ergeben. Aktuell seien fünf Mitarbeiter auf vier Streufahrzeugen im Einsatz, unterstützt von einem Einsatzleiter in der Winterdienstzentrale. Ab 19 Uhr übernehme eine gleich starke Nachtschicht.

Seit Beginn der Wintersaison wurden nach Angaben der Autobahnmeisterei bereits rund 300 Tonnen Salz ausgebracht – für die Region eine vergleichsweise hohe Menge. Allein an diesem Tag seien bislang etwa 15 Tonnen, voraussichtlich bis zu 20 Tonnen, auf die Fahrbahnen gebracht worden. Die Salzhalle der Meisterei fasst rund 900 Tonnen, der tatsächliche Verbrauch hänge jedoch stark von der Witterung ab. Ein Großteil des Winterdienstes bestehe aus vorbeugendem Streuen, um insbesondere den Berufsverkehr vor Reifglätte zu schützen. Bei Schneedecken oder Glatteis steige der Verbrauch deutlich an, weshalb bereits neues Streugut nachbestellt werde.

Auch Straßenwärter Andre Launer schilderte sinngemäß die Arbeit auf den Fahrzeugen: Neben trockenem Salz werde eine 30-prozentige Salz-Sole-Mischung eingesetzt, die in der eigenen Anlage hergestellt wird. Pro Streufahrzeug werden dabei rund viereinhalb Kubikmeter Salz und etwa 2.000 Liter Sole mitgeführt – ausreichend für einen Umlauf von rund zweieinhalb Stunden und etwa 130 Kilometern, von denen rund 90 Kilometer aktiv gestreut werden. Die Sole sorge dafür, dass das Salz besser auf der Fahrbahn haftet.

Die Arbeit im Winterdienst sei körperlich anspruchsvoll, so Launer sinngemäß weiter. Lange Schichten, Kälte und schwierige Straßenverhältnisse gehörten dazu. Dennoch sei man froh, den aktuellen Umlauf planmäßig beenden zu können, bevor die Nachtschicht übernimmt.

Die Autobahnmeisterei appelliert an Verkehrsteilnehmer, Rücksicht auf Streufahrzeuge zu nehmen. Diese seien an ihren gelben Warnleuchten gut zu erkennen, führten breite Streuschirme mit und seien langsamer unterwegs als der übrige Verkehr. Besonders das Überholen zwischen gestaffelt fahrenden Streufahrzeugen sei zu vermeiden. Nur mit ausreichend Abstand könne das Streugut wirkungsvoll auf der Fahrbahn verteilt werden.

© tv7news.de / Marc Gruber
Bilder sind honorarpflichtig zzgl. 7% MwSt. Alle Rechte nach Paragraf 2 UrhG vorbehalten.

Bestellen Sie unser TV-Material unter +49 (0) 176 61840230

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugriff zu den Videodateien zu erhalten.