Sprengung des Kohlekraftwerks Ibbenbüren
Landmarke im Tecklenburger Land verschwindet - Ibbenbüren verliert sein Wahrzeichen - mehrere Perspektiven zeigen spektakuläre Sprengung - 40 Jahre Industriegeschichte vor dem Rückbau
Datum: 06.04.2025 - 13:59 Uhr
Ort: Ibbenbüren / Kreis Steinfurt / Nordrhein-Westfalen
Am Sonntag wird eines der bekanntesten Industrie-Bauwerke im Tecklenburger Land Geschichte: Das Kohlekraftwerk Ibbenbüren wird kontrolliert gesprengt. Ab 11 Uhr beginnt der Rückbau des über Jahrzehnte prägenden Ensembles mit der Sprengung des 100 Meter hohen Kesselhauses. Rund eine Stunde später, gegen 12 Uhr, folgt der 125 Meter hohe Kühlturm.
Für die sichere Durchführung der Sprengung wurde ein großräumiges Sperrgebiet eingerichtet. Etwa 130 Anwohnerinnen und Anwohner müssen das Gebiet am Sonntag vorübergehend verlassen. Auch eine nahegelegene Flüchtlingsunterkunft mit mehreren hundert Bewohnern sowie die örtliche Polizeiwache werden vorsorglich geräumt.
Am Kesselhaus kommen rund 500 Kilogramm Sprengstoff zum Einsatz. Die Spezialisten bereiten die Sprengung seit Wochen vor, um einen präzisen und sicheren Fall der Bauten zu gewährleisten. Der benachbarte, weithin sichtbare Schornstein bleibt zunächst erhalten.
Das Kohlekraftwerk auf dem Schafberg galt über 40 Jahre lang als Landmarke – sichtbar weit über die Region hinaus. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Abriss nicht nur das Ende eines technischen Denkmals, sondern auch ein emotionaler Abschied von einem Stück Heimat.
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